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Eigenartig
wie das Wort eigenartig
es fast als fremdartig hinstellt
eine eigene Art zu haben
- Erich Fried
15.3.17 22:54


Sei mit Dir

Sei mit Dir,
Du schönes Wesen,
in Deiner Trauer und Lebendigkeit,
in Deiner Freude und Verzweiflung,
in Deiner Wut und Deiner Lust,
Deiner Gespanntheit, Deiner Ruhe
und Deinem Hochgenuss.
Du bist schon Alles, das Du brauchst.
Drum nimm es und trag es raus,
ins Universum mit einem Ruf,
einem Lied oder Tanz,
nur Sei dabei
und Sei mit Dir,
Du schönes Wesen.

Sei mit Dir,
Du schönes Wesen
und gib sie frei, die Wünsche,
die Dich begraben hielten,
gib sie in die Hand und dann
gib sie frei und lass sie los.
Der Fluss des Universums hält
vor Niemandem zurück, es fließt
durch Alles und Jeden,
doch weiß nur der mit leeren Händen
davon zu nehmen.
Drum leg die Wünsche aus der Hand,
damit Dein Schatz darin getragen werden kann.
Dein Schatz - Dein Wesen
sichtbar und erhellt für Dich und Mich und
Alle, die wir kennen.
Denn Du bist die ganze Welt.
Drum sei mit Dir
und trag es in die Welt
Du schönes Wesen

Dana Stechow
15.3.17 20:03


Robin Williams Syndrom

Die Anziehungskraft zu innerlich verlorenen, äußerlich fröhlichen und begeisterungsfähigen Menschen.

Weckt bei mir den Beschützerinstinkt mit dem unausgesprochenen Deal: Ich passe auf Dich auf und Du steckst mich mit Deinem Lachen an.
25.2.17 16:30


2017

1.1. Kurz davor gewesen, aber nicht geweint.
2.1. Ein richtig gutes Steak im Atlantik gegessen. Danach Schneespaziergang mit Loca und ihrem Anhang.
3.1. zu Nom ins Bett gesprungen. Noch ein bisschen rumgelegen und gequatscht.
4.1. Noms Sohn 5h gehütet. Durchkitzeln, Luftballontiere, Plätzchen der Nachbarin.
5.1. Freiburggefühl. Spontannähe bei Row ("Was machst Du grade, kann ich vorbei kommen?" - "Noch im Bett, müsstest Dich dazukuscheln."). Kuchen und Spaziergang mit dem Elfen. Den tasmanischen Honig gefunden, nachdem ich seit einer Weile suchte.

11.02. Der Elf war leider krank, aber abend war ich mit Row verabredet. Er versprach mir zuvor "ein wenig Exzess, etwas Konfrontationstherapie und Zufriedenkuscheln". Kurz bevor ich bei ihm vor der Haustüre stehe, kommt mir Nom entgegen und ich kann den Zufall nicht fassen. Er drückt mich, wünscht mir alles Gute zum Geburtstag und da fällt mir auf, dass er alleine ist.
"Wo müssen wir klingeln?"
Ich sehe ihn entgeistert an, "wie, wo klingeln?"
Nom läuft zu Rows Haustüre und sucht das Klingelschild ab.
Ich bin immer noch völlig irritiert, er lacht und die Türe öffnet sich.

Row begrüßt mich lachend und freut sich über meine Überraschung. Entschuldigend fügt er hinzu, dass er auch darüber nachgedacht hat, Loca anzuschreiben - es aber gelassen hätte, weil er wusste, dass ich zur Zeit etwas Schwierigkeiten mit ihr hatte. Was ich trinken möchte? Er hielt mir den Wodka Parliament hin, der zweifach milchgefilterte, von dem ich völlig vergessen hatte, dass er mein Lieblingsvodka war. Er nicht. Flammkuchen und gemütlich auf der Couch rumhängen. Nom und Row in einem Raum, das habe ich seit über 8 Jahren nicht gesehen. Ich sah die beiden an und mein Herz wurde ganz warm. Lieblingsmenschen.

Später verabschiedet sich Nom, er muss früh raus und wir müssen auch los. Es geht auf eine WG-Party, auf das uns ein befreundetes Pärchen von ihm mitnimmt. Ich unterhalte mich mit verschiedenen Menschen, tanze, lache, rauche sogar auf dem Balkon, trinke Sekt und Wodka Bull, etwas zu viel, aber mir geht's gut.
Row flirtet mit einem Mädchen aus Berlin, ich wechsle lächelnd das Zimmer. Später versucht sie ihn zu überreden, zu bleiben, als ich gehen möchte und ich fordere zum Nummerntausch und Abschied auf. Sie macht große Augen und sagt Bitte, ich lache und frage ihn nach dem Schlüssel, er winkt ab und entschuldigt sich bei ihr mit "Bros before Hos", lässt sich ihre Nummer geben und wir gehen.
An der Straßenbahnhaltestelle fällt mir auf, dass wir zum ersten Mal seit vielen Jahren weg waren. Sonst waren wir eher im gemütlichen Gammelmodus mit Serien, Seespaziergang oder quatschen. Es war gut, wir sind gut zusammen. Auch wenn er meint, wir wären so vertraut, dass andere uns für ein Pärchen halten könnten. Ich protestierte, schließlich war ich eine hervorragende Wingwoman gewesen. Er lacht. Stimmt, er hatte eine Nummer bekommen.
Zuhause zwingt er mir Zeugs und warmes Wasser gegen den Kater rein, ganz fürsorglich, während ich schon übermüdet und brummelig im Bett liege.
Wir liegen im Bett und kuscheln. Ich mag mich ewig nicht abwenden, auch wenn ich nur alleine einschlafen kann. Keiner fühlt sich gerade mehr geborgen, nach Zuhause an. Erst Exzess und dann Zufriedenheitskuscheln, er hatte Wort gehalten.

12.02. Morgens frage ich ihn, wie ich ihn wach bekomme. "Du könntest mir die Decke wegziehen", schlägt er verschlagen vor. "Nee", kontere ich, "dann machst Du nur wieder Schluss". Er lacht.
Ich betrachte seine Nase. Ich mag seine Nase, es ist eine männliche Stupsnase, irgendwie. Überhaupt mag ich sein Profil. Ich mag so viel an ihm, dass ich von / bei ihm mehr toleriere als bei jedem anderen Menschen. Ich erwarte auch weniger von ihm, statt einer Erwartungshaltung habe ich vielmehr eine Dankbarkeitshaltung. Ich bin auch nach 10 Jahren sehr angetan von diesem Menschen.
Ich hätte ihm das gerne gesagt und auch gerne etwas zurück bekommen. Aber er war noch nie ein Mensch, der viele Worte darüber verliert. Mit Liebe handelt man, Liebe sollte spürbar sein.

Ich bin 31 und er ist der erste Mensch, der mir eine Geburtstagsüberraschung organisiert hat (er hätte noch mehr eingeladen, meinte er, aber nur bei Nom war er sich sicher, dass ich mich freuen würde - womit er Recht hatte.)
13.2.17 23:45


(Nachgetragen)

Geträumt, Wolfs Freundin wäre schwanger und der Wolf wollte unbedingt in den Urlaub. Mit mir. Er hat sich den Iran ausgedacht und von dort aus Hawaii. Orte, die gefährlich sind, eine Reise die ich mir nicht freiwillig ausgesucht hätte. Aber es war mit dem Wolf und ich wäre ihm überall hin gefolgt. Jedes Abenteuer schien machbar. Weil ich mich bei ihm sicher und beschützt fühlte.

Das Gefühl vermisse ich seit längerem. Mich auf mein Gegenüber verlassen, meine Angst loslassen zu können. Vertrauensvoll die Kontrolle abgeben zu können. Dieses Gefühl möchte ich wieder finden.
13.12.16 22:45


I need someone who's strong enough to compete with my tough mask and gentle enough to handle my weakness behind it.
15.11.12 18:45


Ich dachte, es würde mit der Zeit alles klarer werden. Stattdessen fühlt sich das Leben wie die zehnte Runde Sagaland an, bei der man sich längst partout nicht mehr merken kann, was unter welchem Bäumchen versteckt ist.
11.10.12 15:18


Arbeit

Mein erstes Feedback spiegelt genau die Befürchtungen wider, warum ich mich so lange vor der Arbeitswelt gedrückt habe: Ich bin zu direkt, pragmatisch, wirke besserwisserisch, ungeduldig und mir fehlt das ganze pädagogische Geschwurbel in meiner Kommunikation. Big News: Ich bin manchmal ein Trampeltier. Außerdem wird, da ich sonst so direkt und pragmatisch bin, mein alberner Humor gänzlich missverstanden. Ich habe eine "scharfe Sprache". Und da ich ja mit Pädagogen zu tun habe, wurde versucht, das alles etwas mit Positivem abzumildern: Ich arbeite sehr genau und gewissenhaft (immerhin haben sie nicht das Wort pedantisch benutzt), habe mir in den wenigen Monaten schnell notwendiges Fachwissen angeeignet ("die Fachkompetenz ist da, es fehlt an Beziehungsarbeit"), und dass ich einen anderen Arbeitsstil habe, könnte ja vielleicht auch gut für das Team sein. Ergänzend und so. Und man nehme ja auch Rücksicht auf den Faktor, dass dies mein erster Job ist und ich mich erst reinfinden muss.

Yay. Das ganze in drei Monaten noch mal und wenn sich bis dahin nicht was gebessert hat, sieht es wohl eher schlecht mit einer künftigen Entfristung aus (Kolleginnen entscheiden darüber, von denen kam auch das Feedback).

Loca hat sich dann abends extra Zeit freigeschaufelt, um mich vom Boden aufzukratzen, was ihr auch so halb gelungen ist. Feedback soll ja da sein, um seine Baustellen kennen zu lernen und an ihnen arbeiten zu können. Mehr Schweigen, mehr Zurückhaltung, mehr Beobachten, mehr Blümchenkacken. Wie ein Wolf im Teletubbyfell.

(In der Nacht darauf bin ich um 3 aufgewacht, konnte nicht mehr einschlafen und habe sicher 2 Stunden nach Jobalternativen im Internet geschaut. Mit weniger menschlicher Interaktion.)
17.5.16 13:07


"Ich mag Menschen, bei denen ich mich selbst mag."
"Ist das nicht ziemlich egoistisch?"
"...Ja."

Abschiede waren immer ein zentrales Thema für mich, dabei bin ich aus mehr Leben entschwunden als andersherum.

Ich habe immer andere gebraucht, um mich selbst zu sehen, um meinen Selbstwert zu erhalten. Sobald sie als Säulen wegbrechen, verlasse ich die Ruinen und suche nach neuen Stützen. Self-centered. Eigentlich eine merkwürdige Kombi, sich selbst als den Mittelpunkt der Welt zu betrachten und gleichzeitig keinen eigenen Selbstwert zu haben und ständig auf der Suche nach der richtigen Mitte zu sein.

Ich habe anderen Menschen selten die Möglichkeit gelassen, sich und damit auch Ihre Rolle für mich, ihren Bezug zu mir, zu verändern. Freunde mussten feste Sterne sein, Fixpunkte, damit ich mich nicht verirrte. Wenn sich jemand als Komet herausstellte, verbrannte er sich an mir oder verschwand in den Tiefen des Alls. Manchmal kommt ein neuer Mensch, der den freien oder einen anderen Platz am Himmel übernimmt. Hauptsache nicht im Dunkeln sein. Hauptsache mich selbst sehen können.
28.11.16 00:00


30

Da ist es also, das Erwachsenenleben, vor dem ich mich so lange gefürchtet und gedrückt habe.

Ich habe eine schöne Wohnung, die dank Wasserschaden zum Einzug immer noch Baustelle ist. Und das Schlafzimmer muss noch gestrichen werden.
Katzen sind einigermaßen okay damit, jetzt Hauskatzen zu sein. Kollegin fragte, wie teuer so eine Katze eigentlich ist. Geht man von den Grundkosten aus geht es eigentlich. Aber ohne Katzen hätte ich mir entweder ein 1Zimmerappartment oder noch mal - zumindest für den Beginn hier - eine WG gesucht. Jetzt habe ich sogar ein Gästezimmer. Wie dekadent.

Kolleginnen sind supernett und der Job ist vermutlich das kleinste Übel, das ich mir aussuchen konnte. Ich glaube, er passt ganz gut zu mir. Nur die Konzentration geht mir mittags völlig flöten und abends bin ich ziemlich fertig. Ich hoffe, das gibt sich mit der Gewohnheit.

Der See ist so schön. Wenn ich abends am Bahnhof ankomme, der direkt am See liegt, und die Sonne gerade untergeht oder alles in weißen Nebel gehüllt ist, bin ich sehr dankbar ausgerechnet hier gelandet zu sein.
25.3.16 20:07


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