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Sozialisation

Zur Zeit komme ich abends aus dem Bad, mache das große Licht aus, das Nachtlicht an, dann ziehe ich mich um und mir schleicht ein fordernder Q um die Beine, bis ich ins Bett stolpere und er neben mich springt. Gutenachtkraulen bis ich oder er einschlafen.
Mein Bett ist derzeit auf 90cm eingestellt. Morgens wache ich zwischen zwei Katern eingebettet auf. Q liegt oft immer noch unverändert neben mir unter der Bettdecke, mit seinem Kopf auf dem Kissen. Manchmal Löffelchen, manchmal Rücken an Rücken zu mir. Auf der anderen Seite, auf der Decke eingerollt, manchmal auch am Fußende, liegt Louba.

Ich verstehe die alten Katzendamen. Wer braucht schon Menschen?
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Spaß beiseite, ich sozialisiere mich langsam. Ich hab mich in den letzten Monaten ein paar Mal überwunden, zu einem Neuinderstadt-Stammtisch zu gehen und auch ein paar nette Menschen kennen gelernt. Alle bisschen älter, auf den ersten Blick kein "Freunde-Material", aber besonders einer dieser Abende hat mich aus dem gröbsten wieder herausgeholt. An dem lernte ich auch Flint (mitte dreißig, Informatiker, Fantasy-Film-Fest-Gänger) kennen, mit dem ich seitdem alle zwei Wochen montags in die Sneak gehe und Ende des Monats wohl auch mal ins Improtheater. Und Sonntag bin ich bei einem Piraten zusammen mit anderen vom Stammtisch privat zum Essen eingeladen worden. Mit den Nerds kann ich eben immer noch am Besten. (Kein Wunder, sind irgendwie meistens auch die freundlichsten und lustigsten Menschen.)

Parallel dazu hab ich mich langsam (zwar mit Anlaufschwierigkeiten, aber immerhin) mit einer Kommilitonin angefreundet, die einen ganzen Rattenschwanz merkwürdiger Geschichten hinter sich her zieht und mich von ihrer Art manchmal an Billy erinnert. Fremde Probleme find ich toll, da braucht man keine Soap mehr. Außerdem kann ich die besser lösen als meine eigenen. Wir ergänzen uns bisher ganz gut - ich helf Kara beim Sortieren ihres Privatlebens und sie gibt mir seelische & moralische Unterstützung, wenn ich mal wieder über mich und die Uni Frust schiebe.

Dazu kommt, dass es zwar schweinearschkalt ist mit Minus-Zweistellig-Grad, aber endlich die Sonne in Bamberg scheint.

Bamberg und ich, wir beschnuppern uns immer noch, aber ich bin guter Dinge.
4.2.12 01:39
 


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