© elfchenhöhle wegweiser music blogroll ?

Weniger schön

In meinem Kopf geht seit Wochen einiges umher. Ich bekomme mich noch nicht sortiert, aber in Kurzfassung:
Meine Mum zeigt starke Anzeichen einer Psychose. Sie glaubt, dass ein Typ, der ihr mal begegnet ist, sie verfolgt und terrorisiert. Er kommuniziert mit ihr telepathisch, ist ihr nicht gut gesinnt und Schuld an allem Schlechten, was ihr und ihren Kindern in den letzten Jahren widerfahren ist. Sie glaubt, dass sie all das aushalten und ihn "heilen" muss, weil er ihre Dualseele wäre und wenn sie schaffen könnte, dann würden sie glücklich bis ans Lebensende leben.
8.5.21 14:29


Frühling 2021

Mein Erinnerungsvermögen ist so schlecht, dass ich Zeiten in denen ich hier kein Tagebuch geschrieben habe, teilweise fast komplett weg sind. In meinem Kopf nenne ich sie manchmal "die verlorenen Jahre".

Ich bin schreibtechnisch ziemlich eingerostet, aber ich versuche es.

Ich bin endlich ein bisschen, irgendwie, angekommen. Es ist viel passiert in den letzten zwei Jahren. Ich musste im November 2019 Louba einschläfern lassen. Das war ziemlich hart und mir steigen immer noch innerlich Tränen hoch, wenn ich eine Siamkatze sehe, weil ich ihn so sehr vermisse.
Seit Pandemiebeginn war ich fast nur noch bei Valhallis, damit Q nicht so viel durch die Gegend gefahren werden muss und irgendwann haben wir festgestellt, dass das ganz gut geht.
Jetzt wohne ich hier, nah am Schwarzwald, nicht mehr am Bodensee, in einer Wohnung in seinem Elternhaus. Am Anfang hab ich gewitzelt, dass ich zurück ins Hotel Mutti ziehe (was ich ja so nie hatte), aber es ist wirklich überraschend schön und entspannt.

Wir sind jetzt schon knapp über 2 Jahre zusammen und letztens meinte er beim Autofahren ganz dramatisch "das sage ich Dir schon jahrelang" und ich lachte Tränen, weil wir uns nun so lange kennen, dass wir schon "jaaaahrelang" sagen können.

Manchmal sitze ich auf der Terrasse in der Sonne, schaue auf meine gepflanzten Erdbeeren und denke, das hier ist jetzt also mein Leben. Ganz schön.
8.5.21 14:18


Wir mussten diese Woche für einen Impuls auf der Arbeit ein Bild heraus suchen, aus der Zeit "ein Jahr nach dem Schulabschluss". Beim Stöbern durch meine alten Bilder merke ich, dass sie mir fremd geworden ist. Sie hat sich so klein gefühlt, so verloren, musste sich ständig versichern und festhalten und gehalten werden.
20.5.20 14:28


Er: "Ich liebe mein iPad!"
(Ich denke: Und mich?)
Er: "Fast so sehr wie Dich."

Ich: "Wir sind noch in der rosa Brillen-Zeit, wart mal ab wie es aussieht, wenn die vorbei ist."
Er: "Ich sehe Deine Fehler/Macken auch so. Aber ich hab mich jetzt schon an Dich gewöhnt. Und ich bin ein Gewohnheitstier."
1.12.19 00:58


Alltagsnotizen 2019

02.07. Amazonpäckchen mit Dark Souls in meiner Post und er unterschrieb mit "the boyfriend of choice", als hätte ich mich gegen ihn entscheiden können (:

05.08. Sammeln Synonyme zu grundkaputt.

12.08.
"Ich hab keine rosa Brille auf, ich seh das ganz rational. Du spielst lieber Super Mario als einen Liebesfilm anzuschauen, guckst mit mir zum Einschlafen T.E.A.R.S. und kicherst mit. Das allein sind mir schon locker 5 Macken wert, die mir dann einfach egal sind."
Sind am Samstag anlässlich des Geburtstags seiner Mutter zum ersten Mal mit der ganzen Familie (inkl. der Partner der beiden Schwestern) zusammen gesessen und haben gegrillt.
Hundekraulend gedacht: eigentlich ganz schön.

Als tollpatschiger und in neuen Situationen eher unsicherer Mensch (was man mir nicht unbedingt ansieht, aber ich verbocke dann jeden common sense), gibt er mir das seltene Gefühl völlig okay zu sein.

"Hast Du mal die Känguru Chroniken gehört? Ich fand den Beschluss des Kängurus, nicht mehr zwischen gut und schlecht, sondern zwischen lustig und unlustig zu unterscheiden, ziemlich einleuchtend. Die Welt ist damit viel erträglicher."

14.08.
Abendessen, Spaziergang auf und um den Hohentwiel und danach die restliche Zeit im Auto gesessen und einfach gequatscht, bevor sich unsere Wege wieder getrennt haben (bisher haben wir nur am WE beieinander übernachtet). Es ist so harmonisch, man könnte kotzen 🦄💕

22.08. Gestern im Europapark gewesen - mit allem, was sonst meine schlechte Laune triggert (Hunger, müde, lange Schlangen, Kopfschmerzen, Kindermassen) und es war trotzdem schön.
Wie entspannend alles ist, wenn sich jemand von mir nicht aus seiner Ruhe bringen lässt. Und ich meinen inneren Kontrollfreak einfach mal ruhen und mich führen lassen kann, weil ich weiß, dass er gute Entscheidungen trifft.

4.10.
Nach drei langen Wochen endlich wiedergesehen. Zwischen den Glücksgefühlen kommt immer mal wieder ein kurzer Panikmoment, dass auch das hier endlich (und ich nicht gut oder passend genug) sein könnte. Ich hab das Gefühl, dass Geld viel zu oft ein Thema mit ihm ist und er damit in seiner eigenen Bubble lebt (ich soll umziehen, als ob ich mir das leisten könnte; zu meinem gebraucht gekauften Tisch sagte er Ihhh; er dagegen schleudert mal eben 400,- für Bilderrahmen raus; ...)
Und dann sagt er aus dem Nichts, dass er wenn er alleine (ohne Wäschewasch- und Großeinkaufsluxus) wohnen würde, das dann Samstags zwischen 8-12 machen müsste. Ja, das Thema zusammen ziehen würde ihm tatsächlich wohl nur Nachteile bringen. Mehr Ausgaben fürs Wohnen, Katzenhaare, mehr Zeit die für Haushalt drauf geht. Bleib ich halt forever alone.

Und dann gibt es wieder Momente, da überlegt er laut, ob ich denn nicht mal mit den Katern zu ihm möchte, dann müssten wir nicht ständig zwischen unseren Wohnungen pendeln bzw. nur bei mir sein.

13.10. Sonntag
Wir waren bei seiner Schwester J zum Raclette essen eingeladen. Ich war ziemlich überrascht von seiner Anhänglichkeit und offenen Zuneigung nach dem Essen - er fing nebenbei an, meinen Fuß und mein Bein zu massieren, küsste mich, hing an mir, nahm mich in den Arm. Und zurück Zuhause entschuldigte er sich, dass ich nicht viel Kuscheln abbekommen hätte 😶
Ich mag es, dass er keinerlei Scheu hat, offen zu zeigen, dass er mich mag.
Er steht inzwischen ziemlich auf Rückenkraulen. Was super ist, weil ich meistens meine Finger nicht von ihm lassen kann. Da lohnt sich das jahrelange Kratzenkraultraining.
Wir haben über ein potentiell gemeinsamen Wohnraum gesprochen. Er meint, er braucht Wohn- und Esszimmer, Schlafzimmer, Ankleidezimmer, Sportkellerraum, Werkkellerraum und eine Bibliothek mit Büro / Gästecouch.
Er möchte auch endlich das Projekt Tanzkurs angehen, jetzt da wir sogar ein halbes Jahr im Voraus planen können. Auf die Hochzeit nächstes Jahr angesprochen (also nur ob er Lust hat mit zu kommen, nicht konkrete Planung), meinte er, ich könne ihn immer als mein plus1 nehmen 🥰
Ich mag seine Art einfach so gerne. Und dass er meine Katzen so selbstverständlich hin nimmt.
Trotzdem bin ich irgendwie unsicher, ob alles für ihn passt. Ist der Sex ok? Ist es ok, dass ich meistens ungeschminkt bin? Fühlt er sich bei mir Zuhause wohl?
13.10.19 22:04


Europapark

Ich kann nicht anders, als diesen Tag als Grundlagenvergleich zu nehmen. Mit Luke hatte ich die Planung (welchen Zug, wann wohin, Vesper) und irgendwie auch die Führung. Der Tag war sehr lustig, wie immer hatten wir viel zu lachen und waren sehr albern. Wir lagen in einer Hängematte aus dicken Seilen und waren verliebt. An mehr erinnere ich mich nicht mehr.

Bei Valhallis habe ich mich völlig seiner Planung hingegeben und nur ein paar Kompromisse ausgehandelt (er fuhr und bestimmte Abfahrtzeit, ich wollte 15min später), auch den Tag über traf er die Entscheidungen wann wohin und ich gab nur hin und wieder Wünsche von mir (Toilette, Essen, Kaffee, Schweizer Bobbahn). Ich lief einfach mit, ließ meinen inneren Kontrollfreak ruhen und obwohl es viele Gründe für schlechte Laune gegeben hätte (müde, Hunger, Kopfweh, Kindermassen), blieb ich entspannt weil er mit seiner Ruhe so ansteckend war. Alles an ihm ist für mich non-triggering. Als ich ihm das sagte, lachte er, ich solle abwarten, bis er irgendwann mal reinstichelt. Aber selbst dann würde ich vermutlich anders reagieren als bei anderen (weil Absicht und nicht Unfähigkeit mit mir umzugehen).

Die Wartezeiten an den Achterbahnen verbrachten wir allerdings oft schweigend. Weil wir wenige unpersönliche gemeinsame Themen hatten, also nichts worüber man vor anderen Menschen reden könnte. Irgendwie fehlte der kichernde Austausch wie mit Luke über alles und nichts. Anderseits war die Stille auch nicht unangenehm. Er nannte es später "brain afk".

Wenn ich die Wahl zwischen beiden Grundgefühlen habe, dann lieber die Ruhe und Gelassenheit mit Valhallis. Wir müssen bloß aufpassen, den Draht nicht zu verlieren. Ich glaube die emotionale Nähe mit ihm aufrecht zu halten, ist ein bisschen schwieriger.
22.9.19 00:36


Valhallis 2

Ich möchte all die kleinen schönen Momente einfangen, aufschreiben, festhalten. Es sind zu viele.
Wie wir bei ihm im Bett liegen und er so lange auf mir rumdrückt, bis ein Pups raus kommt und mir vor Lachen die Tränen auslaufen. Wie weich sich seine Bart- und Kopfhaare anfühlen, wenn sie ein Stückchen gewachsen sind. Wie er morgens in der Küche steht und Crêpes macht (er macht mir Crêpes!). Wie er mir zum zweiten Mal Blumen brachte, eigentlich nur die Vase schenken wollte, aber leer war auch doof.

Er meinte, er hätte anfangs nach unseren Treffen immer Muskelkater im Gesicht gehabt, vom vielen Lachen und das sein Gesicht nun viel trainierter sei. Lächeln falle ihm inzwischen viel leichter.

WE bei ihm auf der Couch verbracht, Super Mario gezockt, viel gekichert und gelacht, sein Dark Souls Boardgame ausgepackt und "mal angespielt" (6h), Film geschaut, abends hat er mir die Füße massiert und zum Frühstück machte er Crêpes.

Bisher hatte noch keiner die Geduld, sich mit ihm durch das Dark Souls Regelwerk zu kämpfen.
Als ich gegen Ende des Films etwas kommentierte, was zu Beginn bereits angedeutet wurde, war er überrascht. "Man kann mit Dir sogar Filme gucken und Dir fallen Sachen auf!" Ähm ja.

Ich genieße es einfach sehr, mich zum ersten Mal seit langem einfach gut aufgehoben zu fühlen. Weil er mitdenkt und aufmerksam ist. Und ich auch mal abschalten und Verantwortung abgeben kann. Er macht meinen inneren Kontrollfreak handzahm.
29.7.19 23:40


Valhallis

Er kommentiert erstaunt, dass er emotional weniger abhängig von mir und meiner Laune ist, als er gedacht hätte. Er sieht meinen fragenden Blick und führt weiter aus. Dass er sich nicht sorgen muss, wie es mir geht, weil ich auf meinen eigenen Beinen stehe und meine Emotionen selbst bewältigen kann. Dass er zwar fragt, wie es mir geht und wie mein Tag war, aber nur aus Interesse, nicht aus einem Beschützermodus heraus. Weil ich ihn nicht brauche um zu funktionieren. Er hätte sich das mit einer Frau anders vorgestellt, mehr Verantwortung, mehr Kümmern müssen.
Ich lächle und weise ihn darauf hin, dass er, dass wir beide bisher von uns nur die Light Version kennen. Natürlich bin ich noch pflegeleicht. Aber ja, ich komme gut alleine aus. Muss.

Er mag keine gebrauchten Gegenstände, kauft sich alles neu und gibt Dinge auch nur ungern weg. Ich liebe gebrauchte Gegenstände mit ihren Geschichten, kaufe vieles Second-Hand und gebe es auch wieder weg.
"Ich bin ohne Geschichten, was willst Du eigentlich mit mir?"
"Ich habe viele Geschichten, was willst Du mit mir?"
2.5.19 18:56


Mainz

Einen Freund aus Bamberger Zeit zum ersten Mal besucht und mich erinnert, wie Leben und Freundschaften sein können. Es gab so viele Klick-Momente, auch mit seiner Freundin (zu der ich bisher wenig Bezug hatte), wie gut wir passen. Mikadostäbchen, Schokorosinen und Pombären im Kino. Ich fühlte mich seltsam angenommen. Wir liefen durch die Stadt und es fiel mehr als einmal der Satz, "und wenn Du im Sommer mal da bist, dann...".

Irgendwann lagen wir zu dritt netflixend auf der Couch und er meinte, "gib mal Deine Füße her". Ich glaube, ich hatte schon lange nicht mehr so starke gemischte Gefühle (riechen meine Socken? what? Oh ja bitte! But why?) wie in diesem Moment... Sie nickte auffordernd, das würden sie beim Film gucken immer so machen. Und so kam es, dass er meine Füße massierte, meine Beine quer über seiner Freundin liegend. (So wird man also Teil vom Pärchengrooming?)

Das seltsamste Kompliment seit langem hab ich auch bekommen. Er meinte, ich würde ihnen gut tun, da ich genau zwischen den beiden stehen würde, also mit beiden gleich gut könnte. (Das hat natürlich auch dazu geführt, dass einen indirekt angebotenen Dreier ablehnen musste. Und ich find sie zwar super, aber befreundet bin ich mit ihm, ich hab nicht mal ihre Nummer.) Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube ich bin - neben seiner Freundin, die zuvor 10 Jahre lang seine beste Freundin war - vielleicht auch einfach seine einzige Freundin und die anderen Freundinnen sind eher "ihre"?

Ich hab es ihm etwas übel genommen, als er mich Samstagabend mit seiner Freundin und deren bester Freundin auf einmal alleine gelassen hatte, da er sich wohl angewöhnt hatte, ihnen "Mädelszeit" zu geben und ich gehörte plötzlich dazu. Ich wäre lieber mit ihm geflüchtet.

Später in der Bar, zu der er bereits vorgegangen war, bin ich (ein bisschen aus Trotz, ein bisschen aus Unsicherheit) an den Mädels hängen geblieben, es wurde auch ziemlich lustig, betrunken und wir tanzten. Irgendwann saß ich dann mit ihm alleine an der Bar, trank noch mehr, und wir redeten über Kinder (er liebt sie, aber hatte Zweifel dass sie eine gute Mutter sein könnte, weil sie zu egoistisch wäre... bis er sie vor kurzem mit dem Baby von Freunden gesehen hatte, was erklärt, warum er das Foto von ihr mit dem Baby als das schönste Bild von ihr bezeichnete, weil er sie zum ersten Mal als Mutter sehen konnte), ihre Streitthemen, dass er ein Kontroll- und Ordnungsfreak wäre, Fremdgehen und warum er das niemals könnte, obwohl er wollte, selbst wenn er dürfte (und erklärte das auf seine Weise mit Konstruktivismus, vermutlich ohne zu wissen was das überhaupt ist und ich war zu betrunken, ihm das zu erklären), Knutschen (mir rutschte raus, dass seine Freundin definitiv jemand wäre, mit dem ich knutschen würde, ich hatte einen lange nicht mehr erlebten Grad an betrunkener Knutschlust, trenne Rumknutschen aber komplett von Sex). Irgendwann verabschiedeten wir uns auf die Couch Zuhause, ich bekam einen Laberflash, an den ich mich eher schlecht erinnere und mich deshalb heute noch ungewiss schlecht fühle (hab ich irgendwas doofes gesagt? hoffentlich nicht geflirtet oder meine Knutschlust anmerken lassen). Er kommentierte jedenfalls, dass ich dringend wieder einen Partner bräuchte. Yeah, I am not good alone. Dann kam seine Freundin heim und wir fielen alle in unsere jeweiligen Betten.

Als ich am Sonntag meine Tasche zusammenräumte, kam er ins Gästebüro und fragte, "wie, Du packst - ich dachte, Du ziehst hier ein?"

Stunden später stand ich wieder in meiner eigenen Wohnung, alleine auf dem Dorf und mir wurde der Kontrast bewusster den je: Ich habe keine aktive Barszene direkt nebenan, kenne nicht jeden DJ und Barkeeper, hab keine großen Freundesstrukturen vor Ort, mache keine lustigen gemeinsamen Gruppenurlaube ohne Kinder, war nicht letztes Wochenende auf einer WG Party, bei der plötzlich der Klodeckel verschwand und an seltsamer Stelle wieder auftauchte, ich habe kein eingespieltes Miteinander, endlose Insider und Running Gags und niemanden, der mir den Kopf krault... was mache ich eigentlich hier?

Ich liebe meinen Job, aber bisher stand er immer über allem und ich frage mich, ob das gut für mich ist. (Ob ich nächstes Jahr mit ihnen und anderen Freunden für 10 Tage mit nach Montenegro kommen möchte, so im Juli oder August? - Geht nicht, ich hab mein ganzes Jahr bereits um meine beruflichen Termine und die Abwesenheiten meiner Kolleg*innen herum planen müssen.)
26.11.18 22:43


Ankommen im Weitergehen

Ich erkenne dieses Gefühl, die Müdigkeit ist mir vertraut. Ich habe lange gebraucht, es als depressive Phase anzuerkennen, da es mir eigentlich gar nicht schlecht geht und ich auch nicht tieftraurig bin. Es ist bloß auf einmal alles so anstrengend, dieses am Leben bleiben, Wäsche waschen, morgens aufstehen, einen funktionierendes Teilchen der Gesellschaft sein, Haushalt machen, Lebenszeichen geben und Nachrichten beantworten, alles abwehren was Kraft kostet (neue Menschen, Begegnungen, sich öffnen, fröhliche Fassade aufrecht erhalten), mich in Decken und Netflix einmümmeln und die Katzen kraulen. Ganze Wochenenden ohne ein Wort im Bett liegen bleiben, weil alles viel zu anstrengend ist. Ich bin des Lebens müde.

Ich erkenne dieses Gefühl von panischer Orientierungslosigkeit. Die Leuchttürme sind verloschen und das beruhigende Gefühl vieler Jahre, verbunden zu sein, jemanden auch in tiefster Nacht anrufen zu können, verloren gegangen. Menschen, die ein Zuhause waren, sind nur noch fern erleuchtete Fenster in der Nacht. Darin geht das Leben weiter, draußen gehe ich weiter. I walk alone.

Der Unterschied zu der Zeit vor meinen Leuchtturmjahren ist: Ich weiß nun, dass es da draußen Menschen gibt, mit denen es mir so gehen kann. Es gibt Menschen, die für mich, für sich, mit mir leuchten. Ich muss nur weiter gehen. Es muss weiter gehen.

***

Und dann wieder lichte Momente der Dankbarkeit: Ich werde Weihnachten mit den Katzen bei Nom, der Füchsin und den beiden Kids verbringen und der Gedanke daran lässt seit Tagen immer wieder ein Lächeln aus mir hervorbrechen.

***

Ich trau mich nicht, wichtig zu sein. Ich trau mir nicht zu, für andere wichtig zu sein.
19.11.18 22:22


Alltagsnotizen 2018

22.07.
Ungewöhnlich entspanntes Tinderdate mit einem Jäger gehabt: bisschen Natur gucken und spazieren, mitten auf dem Waldweg sitzen (auf einem zu zwei Stühlen und einem Tisch zurechtgesägtem Baumstamm, der über dem Weg lag) und meine mitgebrachten Blaubeeren mampfen, minutenlang eine Blindschleiche beobachten, viel schweigen und ein bisschen erzählen. 10/10

27.07.
Auf der Couch zwischen den beiden Exmitbewohnern eingekuschelt rumgammeln und mich plötzlich wieder erinnern, wie sich Familie anfühlt.
Und ich bin so oft gedrückt und in den Arm genommen worden wie schon ewig nicht mehr: Zur Begrüßung, zwischendurch x-mal, vorm Schlafen gehen mehrfach, nach dem Aufwachen, zum Abschied sowieso doppelt und dreifach.
Bin jetzt wieder alleine in meiner Wohnung und habe Entzugserscheinungen.

10.08.
Stundenlanges Vorbereitungstreffen mit neuem Team für neuen Jahrgang. Jetzt liege ich im menschenleeren Büro auf dem Boden, atme tief durch und bin absolut urlaubsreif.
Dass ich nicht umhin komme, immer wieder Menschen zu treffen, die Fireheart kennen. Oder bei ihm in Ausbildung waren. Weil die Welt (und die Szene) so klein ist. Und dann der wunde Punkt plötzlich wieder ganz wund ist.

14.08.
Auf dem Rückweg einen Zwischenstopp beim Jäger eingelegt, 1h am Waldrand spazieren gewesen, einen Rehbock auf wenigen Metern Entfernung entdeckt, Ingwertee getrunken. Dauert ne Weile, aber wir werden langsam warm miteinander. Ziemlich angenehm.
(Irgendwie ist Waldspaziergang grade voll mein Ding geworden.)

21.08.
Hab heute meinen neuen Spaziergangsfreund wieder getroffen. Wir haben eine Stunde im Jägerstand verbracht und dem Regen zugeschaut. Das war schön.
Es gibt Menschen, die drücken zum Abschied und Menschen, die umarmen. Er umarmt. Ich mag das.
Wollten uns eigentlich nur kurz sehen, konnten uns dann aber doch nicht losreißen. Am Ende hab ich mich in seinem Hoodie aufgewärmt und er hat mir Abendessen gemacht. Oberkörperfrei 🙈 Jetzt kann ich nicht schlafen.
Ich bin schon länger keinem neuen Menschen mehr begegnet, bei dem ich mich hinterher nicht (menschen)müde und erschöpft gefühlt habe. Wie erfrischend das ist.
4.9.18 20:44


Wälderei

Wenn man so lange von sich weggesehen hat, ist es gar nicht so einfach, sich wiederzuerkennen.

***

Ich bin letztens jemandem begegnet, mit dem ich ein paar Mal im Wald spazieren war. Er ist introvertiert, hat ein wunderschönes Lachen und umarmt warm. Er ist Jäger, aber ich glaube, er liegt einfach gerne im Wald herum und beobachtet Rehe. Einmal hielt er inne und zeigte in den Wald, in dem ein junger Bock stand. Ich hätte ihn völlig übersehen, er dagegen ist ziemlich aufmerksam. Wir saßen bei Regen lange in einem Jägersitz und tauschten Geschichten über uns aus, bis es wieder trocken genug war, um weiter zu gehen. Er fühlte sich unglaublich ruhig und beruhigend an, was ich - mal wieder - mit heimeliger Geborgenheit verwechselte. Leider stellte sich mein Interesse als einseitig heraus. Aber das ist okay, ich brauch grade nur ein bisschen, um mich wieder an seine Abwesenheit zu gewöhnen (wir hatten wochenlang täglich geschrieben).
Ich glaube, er hat so viele mentale Punkte erfüllt (mag Whisky, seine Art/Neugier Dinge von Grund auf zu lernen, er war mal Schreiner, ist jetzt IT-Fuzzi, die Augen funkeln wach, er ist sehr unaufdringlich und aufmerksam, kocht gerne, hat schon eine 6jährige Tochter), dass ich über die ganzen unpassenden (stur, megasportlich, etwas einsiedlerisch, 6jährige Tochter, sehr kategorisch urteilend, grenzwertig dörfliches politisches Denken) mal wieder hinweg gesehen hatte.

Geblieben ist aber meine Wiederentdeckung des Waldes. Ja, ich, Waldelfe, hatte den Wald vergessen. Seit ein paar Wochen nun gehe ich bei abendlichem Sonnenschein nach der Arbeit spazieren, schaue dem Licht zwischen den Blättern zu, gehe mitten auf dem Weg in die Hocke, beobachte Käfer, Blindschleichen, Eichhörnchen, Vögel und den langsamen Wechseln in den Herbst. Ich bin immer noch etwas traurig darüber, dass dieser Mensch wohl nur kurzer Gast in meinem Leben war, aber er hat mir ein paar wichtige Impulse geschenkt. Mit welcher Freude er in seinem Körper lebt - der ungemein sportlich ist und auch eine Menge wegstecken kann (Kite-Surfen, mal eben einmal queer über den Bodensee schwimmen). Irgendwie hat die Begegnung mit ihm meine Perspektive auf meinen eigenen Körper verändert. Weg von "er muss so und so aussehen" und hin zu "wow, ich habe einen Körper und er kann tolle Dinge". Er kann einen Trimm-Dich-Pfad laufen. Er kann Indian Balance. Er kann mich querfeldein durch die Gegend tragen und mich neue kleine Welten entdecken lassen. Ich habe eine ganz neue Wertschätzung und sportliche Betätigung ist zum ersten Mal keine Qual mehr, sondern ganz langsam eine Freude darüber, dass ich meinen Körper bewegen kann.
28.9.18 17:49


Und nu?

Ich bin an einem seltsamen Punkt in meinem Leben. Ich bin dort angekommen, wo ich dachte, hin zu müssen: Mein Masterstudium ist abgeschlossen und ich habe einen unbefristeten Vertrag für einem abwechslungsreichen Job, den ich einigermaßen gut hinbekomme.
Es ist sicher, es ist bequem. Ab Januar darf ich sogar auf 90% runter.
Damit ist es also endlich geschafft: Ich bin erfolgreich im Erwachsenenleben angekommen. Davor hatte ich jahrelang Angst, also, das nicht zu packen. Eigentlich ist das ein Grund zum Feiern. Und jetzt?

Seit einiger Zeit nagt langsam die Frage an mir, ob es das schon war. Vor allem, seit ich mir ziemlich sicher bin, dass ich keine Kinder möchte. Damit fällt ja schon mal ein automatischer Sinnproduzent weg und ich muss mir selbst was überlegen.

Ich hatte mich vor 2 Wochen in Dublin so wohl gefühlt, als alle englisch sprachen. Mein erstes Mal in einem englischsprachigen Land - als wäre ich in einer meiner Serien unterwegs. Ich mag außerdem die herzlich fluchende Art der Iren. Wie wäre es wohl, dort zu leben?

Irgendwie hatte ich das Glück/Pech, direkt einen Job zu finden, der zu gut, zu wertvoll, zu passend für mich ist, um ihn (zu diesem Zeitpunkt) noch mal zu wechseln.
2.9.18 18:56


Gegen das Vergessen

Mir ist aufgefallen, an wie wenig ich mich erinnern kann und wie gerne ich hier meine Vergangenheit nachlese. Seit ich nicht mehr schreibe, sind es in meinen Gedanken "die verlorenen Jahre": Zeitspannen, die nur noch grobe Schlagwörter in meiner Erinnerung oder sogar ganz vergessen sind. Ich fange also wieder an und versuche noch ein bisschen von dem letzten Jahr Handynotizen (leider nicht wirklich stringent und ein bisschen chaotisch) in meine Erinnerungskiste zu retten (siehe nachträgliche Einträge seit März 2017).

Jetzt schon merke ich, nach fast einem Jahr, wie ich langsam die Dinge zu vergessen drohe. Es bleiben nur noch Fetzen übrig: Ich, weinend am Badewannenrand. Das kaputt getretene Fußende des Bettes. Seine traurigen Augen, die mich immer wieder zur Schuldigen gemacht haben. Er musste ja so handeln, ich habe ihn dazu gebracht. Man macht sich immer kleiner, unauffälliger, passt sich an, läuft auf Eierschalen, bloß nichts falsches sagen, bloß bei Laune halten. Damit es schön bleibt. Weil es so unglaublich schön war, wenn es schön war. Aber es hielt nie lange.

->Rückblick
Ich hatte mir innerlich die Deadline meines Urlaubes im September 2017 gesetzt, danach wollte ich frei sein, den Kopf frei bekommen, wieder zu mir zurück finden. Ich habe es dann tatsächlich bis zum äußersten Ende durchgestanden, ihn noch auf dem Weg zum Flughafen zum Bahnhof gebracht und mit Tränen in den Augen verabschiedet. Er hatte sich so sehr nach Zuhause angefühlt, und ich hatte eine fürchterliche Sehnsucht nach einem Zuhause, aber er war es nicht. Wie kann sich jemand so falsches so verdammt richtig anfühlen?
Ein knappes halbes Jahr ging die ganze Beziehung, die mich emotional völlig kaputt gemacht hat und immer noch nachwirkt. Dune hatte eine manipulative Art, der ich nicht widerstehen konnte, obwohl ich sie sah. Er meinte mal, ich würde ihm irgendwann dankbar sein für all das, was er mir angetan hat, so wie alle seine Ex, irgendwann würde ich es verstehen. Es ist jetzt bald ein Jahr und ich versteh's nicht. Was ich dafür zum ersten Mal verstehe, sind abusive relationships, in denen die Frau nicht gehen kann, oder immer wieder kommt. Been there, done that. Thanks, but no thanks.

Wir haben den Kontakt größtenteils abgebrochen, hin und wieder gibt es einen kurzen Austausch und bei mir flammt immer wieder ein starkes Vermissen auf, aber es hält nie lange. Dann schreibt er nämlich wieder was abstruses, lacht wie ein Irrer in die Sprachnachricht, phantasiert Scheiß herbei und das ganze fühlt sich an wie eine heiße Kartoffel und ich lasse wieder los. Tief durchatmen. Ich darf Heimweh nicht mit ihm verwechseln.

Ich habe nach unserem Ende auf Kreta die ersten drei Tage in der Hängematte bei 30° Grad im Schatten gelegen, ein ganzes Buch gelesen und Serien geschaut, weil ich so erledigt war, so lebensmüde, so erschöpft. Ich habe es nicht einmal die 400m ans Meer geschafft.
31.8.18 22:12


The end

18.08.
Bin morgens um kurz nach 8 aufgewacht und ein einem spontanen Anfall an den See gelaufen. Dort saß ich dann auf einem Stein und genoss die Stille.

Später habe ich eine Mail mit meinem Frust an Dune geschrieben. Balanciere emotional an der Grenze zu "es reicht".
Telefonat mit ihm und er jammert mal wieder, wie schlecht es ihm doch geht.

Er hat mir eine wirre und irre Mail geschrieben. Er möchte, dass ich mit ihm einen "Vertrag" unterschreibe.

Hiermit erkläre ich, sowohl Verfasser, als auch Willensbefugter, dass ich - als metaphysisch und äther-reale Person - bis dato aus mutuellem Respekt gehandelt - aufrichtig, ehrlich und mit bestem Wissen und Gewissen, weder gelogen, noch Informationen unterschlagen habe, die meinem Gegenüber(Verfasser/Befugte Verhältnis) zu körperlichen und/oder ebenso damit verbunden
seelischem Schaden oder Leid haben, kommen lassen. Sollte ich mit der Unterzeichnung dieser Erklärung, gegen eine der genannten Fakten in der Zukunft verstoßen, so verpflichte ich mich, dass ein analoger Teil meiner/s Essenz, Glücks, ES, Gesundheit und Seele, in den temporären virtuell-weltlichen Besitz, des jeweiligen, vom Schaden betroffenen Vertragspartners/partnerin übergeht/übergehen.
Die Verpflichtung gilt sowohl retrosperspektivisch, als auch vice-versa. Es wird mit dem Namen signiert, welcher gut leserlich und in der universellen gültigen Art und Weise unterschrieben. Dieses
Bündnis gilt zu Lebezeiten, als auch über den Tod hinaus, bis in alle Ewigkeit und Anfang, sowie Ende des uns bekannten Kontinuums. Darüber hinaus ändert sich dieses Verhältnis fortwährend, Verfasser und Befugte oder Verfasserin und Befugte, in äquivalenten, die/den nächsten liebenden Teilen. Etwaige mündliche Nebenabreden, die außerhalb dieses Vertrags geschlossen werden, sind damit ungültig. Weitere Sonderregeln sind in dem dafür vermerkten Abschnitt zu vermerken.
Beide Beteiligten erklären sich darüber hinaus damit einverstanden, von allem und/oder mit weniger als nichts, die gegenseitigen Regeln des guten Zusammenlebens zu beachten, einzuhalten und zu akzeptieren.
Das Prinzip der Nächstenliebe ist selbstverständlich Grundsatz für alle Teile dieser Anwendung.
Sonderregelungen bleiben immer während bestehen.
For a better common tomorrow!"


No way. WTF.

19.08.
Er kam kalt an, was unglaublich weh tat.

Irgendwann hab ich vor Erschöpfung bitterlich geweint. Ich kann das nicht mehr. Er taute auf, tröstete mich und streichelte mir den Rücken.

Irgendwie braucht er immer heftige Emotionen, um zu leben, um zu lieben, um etwas zu spüren.

24.08.
So wenig Kraft für den Alltag. Bekomme nur das notwendigste gebacken.

Dune ist seit 11 Tagen grasfrei. Er hatte eine plötzliche Erleuchtung, dass es nicht gut für ihn ist. Heute hat er sich zum ersten Mal wenig beklagt. Es scheint ihm besser zu gehen? Er wirkte endlich etwas klarer.

25.08.
Wunderschöner Abend mit Dune, er ist ausgeglichen, fast wie zu Anfangszeiten, redet viel, es herrscht wunderbare Harmonie. Nach tollem Sex noch geredet, mir sind immer wieder die Augen zugefallen. Irgendwann habe ich unreflektiert was dummes gesagt und er antwortet abrupt, "ich kann so nicht".
Wie ich diesen Satz inzwischen hasse. Der Triggersatz hat bei mir einen Schalter umgelegt. Ich hatte mir gesagt, sowas nochmal und das war's. Ich verkrafte nicht mehr.
"Ich muss jetzt gehen" war Satz Nr. 2, der hat es dann besiegelt. Ja geh halt.

26.08. Samstag
Die Nacht kaum & schlecht geschlafen (wo er wohl hin ist?). Den heutigen Tag vor allem heulend verbracht. Ich kann nicht mehr.

28.08.
Starre alle paar Minuten in unseren Whatsappchat. Halb wünschend, er möge was schreiben, halb befürchtend.
Wenn er kämpft, habe ich wieder verloren. Er fehlt mir und ich würde wider besseren Wissens wieder nachgeben.
(Täglich grüßt das Murmeltier. Nur ohne Schlaf.)

29.08.
Bis heute durchgehalten, Dune nicht zu schreiben. Habe ihm die Bilder vom Zähneputzen geschickt.

30.08.
Dune schickt Bilder/Memes, aber so lange es nicht seine Worte sind, berühren sie mich wenig.
Versuche ihn auszublenden und schaue das erste Mal seit Monaten wieder unter der Woche Serien.
Fühle mich sehr alleine. Day by day.

31.08.
Hatten kurz Kontakt - habe ihm meinen Urlaubsbeginn (14.09.) für den nächsten Kontakt vorgeschlagen. Er war einverstanden.

03.09.
Flug nach Kreta gebucht!
Online Siedler von Catan mit Dune gespielt, war schön, bis er blöde Kommentare zu meiner Spielweise abgab und meine darauffolgende Gereiztheit meiner PMS zuschob.

04.09.
Dune fehlt. Aber immer wenn es zu stark wird, lässt er irgendwas doofes von sich oder schreibt wirr und mir wird's wieder zuviel.

12.09.
Langen Chat an Dune geschrieben. Weiß nicht weiter mit uns.

[21:23] Waldelfe: Ich habe das Gefühl, es Dir nicht recht machen zu können. Verschiedene Herangehensweisen und egal wie sehr ich versuche mich zu verbiegen - es endet meist mit einem ähnlichen Ergebnis. Kein Schlaf. Drama. Nachtspaziergang. Nerven blank. Und ich darf mir anhören, dass ich das ausgelöst hätte. Wenn ich allerdings meine und Deine vergangenen Beziehungen ansehe, sehe ich den gemeinsamen Dramanenner woanders. Und es macht mich echt verrückt, dass ich damit nicht umgehen kann. Sonst bin ich ziemlich gut im Dramamanagement und vernünftiger Diskussion. Ich möchte nicht mit jemandem zusammen sein, bei dem sich mir die Fußnägel hochrollen, wenn er mir noch einmal in seiner besserwisserischen Tonlage "Hast du da schon einmal drüber nachgedacht?" auf's Brot schmiert und ich ihn ständig mit Kokosnüssen bewerfen will, weil ich wohl nur noch auf Palmen wohne.
[21:24] Dune: Glaub mich laust der Affe. Sonst sehe ich es ähnlich
[21:27] Waldelfe: Schöne Totschlagantwort, das hast Du die vergangenen Male auch schon als Antwort auf meinen Klartext gebracht. Équivalent zu Spiegelspiegel Doppelspiegel.

Kokosnuss?
[21:29] Dune: Baum?
[21:29] Dune: Das ist eine seltsame Perzeption, dafür das ich versuche Kongruenz mit Dir erzeugen zu wollen.
[21:30] Dune:
[21:31] Dune: Fast so als würdest du im ersten Text zwischen den Zeilen beschriebene Gefühle (Wut, Ahnungslosigkeit, etwas Hilflosigkeit)stark auf mich projezieren wollen. Differenziert betrachtet...
[21:31] Waldelfe: Eine Sache die ich an Dir nicht ausstehen kann: ich möchte dass Du authentisch bist statt manipulativ zu handeln (Dinge sagen, die falsche Kongruenz erzeugen oder von denen Du denkst, dass ich sie hören will).
[21:32] Waldelfe: Mir ist das schon ein paar Mal aufgefallen, dass Du hinterher gesagt hast, das hättest Du nur aus XY Gründen gesagt. Ganz schlechter Nachgeschmack.
[21:43] Waldelfe: Weißt Du was das schlimmste an der ganzen Sache ist? Dass ich, egal wie sehr Du mich wurmst, trotzdem noch starke Gefühle für Dich habe. Ich wünsche mir, dass es Dir gut geht, dass Du lernst und wächst und... irgendwie ankommst. Wo auch immer. Bei wem auch immer. Und ich möchte gerne da sein, Dich auch in schlechten Zeiten in den Arm nehmen können. Mal eine positive Beziehung in Deinem Leben darstellen, nicht nur ein weiterer Flop.

Völlig gescheitert.

Das macht mich ziemlich wütend, jetzt gerade, auch gegen mich selbst.
31.8.18 21:50


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